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Schule in Pandemiezeiten

Im März 2020 hat der Deutsche Bundestag im Blick auf Covid-19 eine „epidemische Lage von nationaler Reichweite“ festgestellt, die bis heute andauert. Die im Rahmen dieser Regelung entstandenen Corona-Verordnungen brachten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum. Die Schulen wurden im März 2020 vollständig geschlossen, um nach einigen Wochen zunächst im Fernunterricht, dann im Wechselunterricht oder später auch im Präsenzunterricht unter Hygiene-Schutzregeln wieder zu öffnen. Auf diese Entwicklung waren Schulen und Schulverwaltung nicht optimal vorbereitet – dafür war sie zu einzigartig.

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Reingeschaut! "Wie haben die Schulen die Herausforderungen in der Corona-Pandemie gemeistert?" Das fragte Julius die Abteilungspräsidentin der Abteilung Schule und Bildung, Dr. Susanne Pacher, im Interview - natürlich digital!

Mit den gegebenen technischen und didaktischen Voraussetzungen ließ sich guter Unterricht im Fernunterricht zunächst nur schrittweise umsetzen. Und auch die Arbeit der Schulverwaltung war bei eingeschränkter Kommunikation deutlich erschwert und musste sich neu erfinden. Veränderte Regeln für die Nutzung der Räume in Schulen und Dienstgebäuden mit Abstandsregelungen und (vor)erkrankungsbedingte Abwesenheiten von Schülern, Lehrern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulverwaltung haben deren Arbeit deutlich verändert.

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Die Kommunikation wurde digital.

Wir haben eine Zeit erlebt, in der so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie noch nie im Home-Office gearbeitet haben. Führung hat sich verändert – von den Vorgesetzten gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulabteilung, aber auch von der Schulabteilung am Regierungspräsidium gegenüber den ihr zugeordneten Schulen.

Kommunikation erfolgt digital. Mit den Schulleitungen gibt es regelmäßige Online-Konferenzen. Und auch als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Regierungspräsidium verständigen wir uns mithilfe von Skype, Webex oder Big Blue Button.

Technisch macht das inzwischen nur noch wenig Probleme. Und es hat sich gezeigt, dass die Führungskräfte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihrem Lern- und Leistungswillen vertrauen können.

Die mobil-flexible Arbeit von Zuhause oder anderswo macht aber Klärungen notwendig, die bislang vernachlässigt wurden: Es muss vereinbart werden, in welcher Frist auf zuhause eingehende E-mails oder Anrufe reagiert werden sollte. Um persönliche Gespräche möglich zu machen, wo sie nötig sind, vereinbaren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regierungspräsidiums verbindliche Zeiten, zu denen sie zuverlässig zu erreichen sind. Es gewinnt an Bedeutung, dass alle im Haus ihren digitalen Kalender, der für alle Kolleginnen und Kollegen zugänglich ist, aktuell führen. Man verständigt sich auf Feedback-Regeln und Regeln für den Umgang mit Konflikten im digitalen Raum.

























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Neue Regeln der Kommunikation

Welches Tool aus dem Pool der Werkzeuge zur digitalen Zusammenarbeit ist das geeignetste? Wen setze ich worüber in Kenntnis? Mit wem muss ich mich zu welchen Themen zusätzlich auch mal mündlich austauschen? Wie, mit welchen Medien und mit welcher Sprache, kann ich mich so verständigen, dass auch für meine Kollegen oder Gesprächspartner in der Ferne Klarheit entsteht? Der permanente praktische Umgang mit diesen Fragen hat bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern inzwischen Routinen entstehen lassen, die entlasten. Unsere kollegiale Zusammenarbeit hat eine neue Ebene bekommen.

Seit März 2020 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulabteilung am Regierungspräsidium Schulen im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit kaum betreten. Die Kommunikation erfolgte fast durchgängig digital.

Nach einem vielgestaltigen Einstieg in den Fernunterricht, der stark von den jeweiligen Möglichkeiten und Gestaltungsideen an den einzelnen Schulen bestimmt war, galten von Beginn des Schuljahrs 2020/21 an verbindliche Leitlinien und Qualitätskriterien für das digitale Lernen an den baden-württembergischen Schulen.

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Digitales Lernen ermöglichen

Dazu zählt, dass allen am Fernunterricht teilnehmenden Schülerinnen und Schülern dieselben Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden, die Schüler in allen Fächern regelmäßig Aufgaben bekommen und auch Rückmeldung erhalten, wenn diese bearbeitet wurden. Zudem muss der Fernunterricht dem Umfang und den Inhalten des Präsenzunterrichts entsprechen, also den Präsenzunterricht nach Stundenplan abbilden.

Eine regelmäßige und verlässliche Kommunikation zwischen den Lehrkräften einer Klasse und ihren Schülerinnen und Schülern soll gewährleistet werden. Außerdem müssen die Lehrkräfte dokumentieren, dass Fernunterricht gehalten und welches Thema behandelt wurde, damit die angesprochenen Lerngegenstände auch bei Leistungsüberprüfungen berücksichtigt werden können.

Aus Mitteln des Digital Pakts konnte das Land den Schulen im Land im Laufe des Schuljahrs 2020/21 rund 300.000 Laptops und Tablets zur Verfügung stellen, die sie an Schülerinnen und Schüler verleihen können, die zuhause keine für den Fernunterricht geeignete digitale Ausstattung haben.

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Computer-Kompetenzen

Nicht nur die technische Ausstattung mit Endgeräten hat sich bei Schülern, Lehrern und den Mitarbeitenden der Schulverwaltung verbessert. Alle haben auch vielfältige Erfahrungen im digitalen Arbeiten gemacht und Routinen herausgebildet. Die Kommunikation und das Arbeitsverhalten haben sich verändert. Führungskräfte, Lehrerinnen und Lehrer haben ihre didaktischen Möglichkeiten weiterentwickelt.

Leistungs- und Prüfungsstandards wurden den veränderten Möglichkeiten angepasst. Nach datenschutzrechtlichen Klärungen und organisatorischen Rückschlägen arbeitet die Kultusverwaltung mit Hochdruck daran, eine den Bedürfnissen ihrer Nutzer angepasste digitale Plattform mit IT-Dienstleistungen für alle am baden-württembergischen Schulsystem Beteiligten zeitnah Stück für Stück auf den Weg zu bringen.



























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Neustart!

Das Schuljahr 2021/22 ist unter anderen Vorzeichen gestartet. Wo es zu verantworten ist, soll Unterricht in Präsenz und die Begegnung von Schülern, Lehrern und im außerunterrichtlichen Bereich auch von Eltern in den Schulen möglich gemacht werden.

Die Zeit der Schulschließungen hat gezeigt, wie bedeutsam der Präsenzunterricht für den Lernerfolg und die Sozialkontakte der Schülerinnen und Schüler ist.

Im Unterschied zum vergangenen Schuljahr sind jetzt mehrtägige außerunterrichtliche Veranstaltungen wie Schullandheim im Inland wieder zugelassen und es können auch wieder klassen-, jahrgangs- und schulübergreifende Angebote gemacht werden. Der Unterricht im Fach Sport findet wieder regulär nach der Kontingentstundentafel statt. Für das Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten gelten die bekannten in der Corona-Verordnung Schule enthaltenen Hygieneauflagen. Diese Regelungen gelten auch für außerunterrichtliche Angebote.

Gleichzeitig ist wichtig, dass die Schulen die in Pandemiezeiten erworbenen Kenntnisse und Möglichkeiten digitalen Lernens und digitaler Kommunikation absichern und zukünftig auch in ihre alltäglichen Abläufe und Inhalte einbauen.

Multimediale Projektwebsite mit Beiträgen der Abteilung 7 des Regierungspräsidiums Tübingen.



Inhalte: Kolleginnen und Kollegen der Abteilung 7 – Schule und Bildung – des Regierungspräsidiums Tübingen

Konzeption und Gestaltung: Jasson Schuler, Silvia Langer (Koordinierungs- und Pressestelle)

Video: Jasson Schuler (Koordinierungs- und Pressestelle)

Bildnachweis: Regierungspräsidium Tübingen, soweit im Bild nicht anders ausgewiesen.

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