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Mit Teamgeist Heraus­forderungen meistern.

Abteilungspräsidentin Petra Stark, Abteilung 2 - Wirtschaft, Raumordnung, Bau-, Denkmal- und Gesundheitswesen

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Pandemiebewältigung zusammengefasst: Kurzfristige Förderprogramme, neuartige Fragestellungen, hoher Verwaltungsaufwand und viel Teamgeist zur Erledigung.

Der Weg zu einer Task-Force-Corona-Entschädigung



Wir hören es ständig und es ist so wahr: die Corona-Pandemie hat von Beginn an unser aller Arbeit massiv verändert. Die Vielfältigkeit der Aufgaben, die in der Abteilung Wirtschaft, Raumordnung, Denkmal-, Bau- und Gesundheitswesen zu erledigen sind, wurde noch erweitert - um viele spezifische Aufgaben der Pandemie-Bewältigung.

Allgemeinverfügungen waren mit den anderen Präsidien abzustimmen und zu erlassen, Sonderförderprogramme abzuwickeln und unzählige Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern oder Behörden zu beantworten. Neben der internen Abstimmung wurde auf einmal auch eine Abstimmung mit dem Sozialministerium relevant, das fachlich zuständig für Infektionsschutz ist und damit plötzlich zum Hauptakteur wurde. Dieser Koordinierungsaufwand, der sonst nur in Einzelfällen nötig ist, wurde in der Pandemie quasi zum Normalfall: Es war ja erst einmal alles für alle neu, unbekannt und einzigartig.

Foto oben: Eisenhans - stock.adobe.com

Home-Office und leere Flure: die Arbeitsweise verändert sich.



Auch unsere Arbeitsweise musste angepasst werden: Statt Präsenz-Besprechungen und Vor-Ort-Terminen gab es jetzt Skype-Konferenzen. Statt täglicher Anwesenheit im Büro arbeitete man jetzt im Homeoffice, die Flure blieben leer. Auch damit haben wir umzugehen gelernt und wir werden auch einiges beibehalten.

Gelernt haben wir, dass flexibles Arbeiten für alle ein Gewinn sein kann. Home-Office ermöglicht nicht nur unter Pandemie-Bedingungen Arbeit und private Verpflichtungen besser unter einen Hut zu bekommen. Ohne diese Möglichkeiten und den engagierten Einsatz der Kolleginnen und Kollegen hätten wir es nicht geschafft, so gut durchzukommen, ohne dass riesige Rückstände aufgelaufen sind. Ja, es ist Arbeit liegen geblieben. Wenn wir die Erfahrungen aus der Pandemie jetzt aber für unseren "normalen Alltag" nutzen, bekommen wir auch das noch aufgeräumt.

Foto: Haas - stock.adobe.com

Pandemiebedingte Zusatzaufgaben als Herausforderung.

Und die waren zahlreich:

  • Ein Hilfsprogramm für gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen in Not
  • ein zusätzliches Förderprogramm für Frauenhäuser und eines für Schulen der Pflege- und Gesundheitsfachberufe
  • Entlastungszahlungen für die Krankenhäuser für freigehaltene Betten
  • Anfragen zur Auslegung der ständig wechselnden Corona-Verordnungen aus Heimen, der Gastronomie, dem Einzelhandel
  • die Gestaltung von Prüfungen an den Schulen für Pflege und Gesundheitsfachberufe unter strengen Hygieneauflagen
  • die Überwachung von Schutzmasken in Zusammenarbeit mit der Abteilung 11.

Wahrscheinlich war es noch mehr...



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Eine besondere



Die völlig neue Aufgabe der Entschädigungszahlungen bei Verdienstausfall durch Quarantäne und Kita- und Schulschließungen hat uns besonders getroffen.

Für die ohnehin überlasteten Gesundheitsämter haben die Regierungspräsidien ab Mai 2020 diese Aufgabe rückwirkend zum 1. Februar 2020 übernommen. Wir sahen uns mit dem Problem konfrontiert, schnellstmöglich geeignetes Personal zu finden und die notwendigen Strukturen für einen effizienten Verwaltungsvollzug zu schaffen. Ein Online-Programm sollte die Antragstellung ermöglichen und die Berechnung der Ansprüche.

Der Start wurde dann auch bundesweit für Anfang Mai 2021 verkündet – funktioniert hat erst einmal mal leider nichts. Das von mehreren Bundesländern gemeinsam genutzte Online-Programm war mit heißer Nadel programmiert und zunächst nicht voll funktionsfähig.

Die Regierungspräsidien wurden mit Personal von der AOK unterstützt. Auch von der Finanzverwaltung erhielten – und erhalten – wir Unterstützung. Diese Kolleginnen und Kollegen waren den Umgang mit Masseverfahren gewohnt und konnten richtig loslegen, nachdem das Programm ins Laufen kam.

Diese externe Unterstützung war für uns äußerst hilfreich. Wer normalerweise Baurechtswidersprüche bearbeitet, Zapfsäulen eicht oder gerade frisch von der Verwaltungshochschule kommt und sich auf seinen Einsatz in der Umweltabteilung freut, musste sich erst einmal spontan in die neue und komplexe Materie einarbeiten. Lohnabrechnungen, Sozialversicherungsbeiträge, Kurzarbeitergeld oder die Finessen des deutschen Steuerrechts gehören normalerweise nicht zu den Kernthemen eines Regierungspräsidiums. Mit Hilfe der Fachleute aus der Steuerverwaltung und der nötigen Portion Neugier für fachfremde Themen gelang dem Team auch das.



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Wo wir gerade stehen

Der Neu-Aufbau einer Task-Force-Corona-Entschädigung hat viel Kraft gekostet. Die unklare Entwicklung der Pandemie hat ständige Verlängerungen der Aufgabenzuweisung mit sich gebracht – zunächst bis Ende 2020, dann bis September 2021 und nun bis Juni 2022. Noch im August 2021 war allerdings nicht sicher, ob die Aufgabe dann tatsächlich wieder an die Gesundheitsämter übergehen wird. Ohnehin haben wir die Aufgabe, alle bis Juni 2022 eingegangenen Anträge bis Ende 2023 abzuarbeiten.

Alles andere als selbstverständ­lich: Spürbarer Teamgeist

Ungewissheiten, wie wir sie erlebt haben, wirken sich auch auf Einsatzbereitschaft und Stimmung von Menschen aus. Umso höher ist der Teamgeist all derer zu würdigen, die sich bereit erklärt haben, aus ihren Referaten heraus in der Task Force mitzuarbeiten. Sie waren gewillt, eine völlig neue und nicht zum Spektrum der üblichen Dienstaufgaben gehörende Aufgabe zu bewältigen – selbst wenn dies womöglich noch bedeutete, Doppelarbeit im Referat erledigen zu müssen. Ob das die Leitungspersonen der Task Force waren und sind oder die Bearbeiterinnen und Bearbeiter aus dem Haus, aus der Finanzverwaltung oder hierfür extra eingestellten Personen – alle haben sich auf ein gewisses Wagnis eingelassen.

Dafür "Hut ab, allen Respekt und vielen Dank"! Auch den anderen Abteilungen gebührt natürlich Dank für die Abordnungen, den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Referaten für die Mehrarbeit, dem Personalreferat für die zusätzliche Arbeit mit all den Personalzuweisungen und dem Organisationsreferat für die Technik – auch dort war das ja Zusatzarbeit.

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Zurück zu unseren eigentlichen Aufgaben?

Zum Stand 19.12.2021 sind rund 47.671 Anträge auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz am Regierungspräsidium Tübingen eingegangen – der derzeitige Bearbeitungsstand beträgt 100%. Die Erstattungsleistungen haben eine Höhe von rund 38,35 Mio. Euro In zwei Teams mit jeweils 18 Mitarbeitenden werden wir weitermachen, so lange unser zusätzliches Engagement dieses erfordert.

Dann aber heißt es: Zurück zu unseren eigentlichen Aufgaben!

In der Abteilung 2 warten zum Beispiel...

  • Widersprüche im Baurecht und beim Wohngeld
  • das Planfeststellungsverfahren für die B 27 Bodelshausen-Nehren
  • Stellungnahmen zu Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen
  • Prüfungen in den Pflegeschulen und bei den Gesundheitsfachberufen
  • Inspektionen in Laboren, Apotheken und bei Arzneimittelherstellern
  • Vorhabenbezogene Bauartgenehmigungen oder denkmalschutzrechtliche Genehmigungen

Eines des Themen ist für Sie von besonderem Interesse?

Dann finden Sie zu den Themen detaillierte Informationen auf unserer Homepage.

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Multimediale Projektwebsite mit Beiträgen der Abteilungen des Regierungspräsidiums Tübingen.



Inhalte: Kolleginnen und Kollegen der Abteilung 2 – Wirtschaft, Raumordnung, Bau-, Denkmal- und Gesundheitswesen – des Regierungspräsidiums Tübingen

Konzeption und Gestaltung: Jasson Schuler, Silvia Langer (Koordinierungs- und Pressestelle)

Bildnachweis: Regierungspräsidium Tübingen, soweit im Bild nicht anders ausgewiesen.

Impressum: Regierungspräsidium Tübingen Pressestelle | Konrad-Adenauer-Str. 20 | 72072 Tübingen | Telefon: 07071 757-3005 | Zentrale: 07071 757-0 | V.i.S.d.P: Pressesprecher Dirk Abel



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Wir danken alle Autorinnen und Autoren für ihre Beiträge!